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Den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen lösen: 1 Modell, 10 Ansätze und 72 konkrete EmPfehlungen

Dernière mise à jour : 12 mars

Was sich lange Jahre angebahnt hat, ist nun eingetreten: Der Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen ist nicht mehr wegzudiskutieren. Unlängst mussten aufgrund Personalmangels Operationen verschoben werden, hohe Ausgaben für Temporärpersonal getätigt oder Ausbaupläne auf Eis gelegt werden.



Autoren: Franziska Gurschler, François Muller, Franziska Held, Paul Bannister


 

Das Personalressourcenmodell von Muller Healthcare Consulting

Muller Healthcare Consulting (MHC) hat demnach einen methodischen Ansatz entwickelt, der sowohl Leistungserbringer als auch Behörden bei der Bewältigung dieses Problems unterstützen soll: das Personalressourcenmodell (PRM). Das Modell (siehe Abbildung 1) umfasst drei Bereiche, 10 Ansätze und insgesamt 72 konkrete Empfehlungen, die sich sowohl an Leistungserbringer als auch an Behörden richten. Das Modell soll als strukturierte Übersicht über die vielseitigen, ineinandergreifenden Massnahmen zur Lösung der komplexen Angelegenheit des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen dienen.

Abbildung 1: Einordnung der 10 Ansätze im PRM (Personalressourcenmodell) von MHC
 
 

Die 3 Bereiche des Personalressourcenmodells

Der erste Bereich, «Personal anziehen», beinhaltet Strategien zur Gewinnung potenzieller Fachkräfte. So können Spitäler und Praxen ihre Arbeitgebermarke durch transparente Kommunikation, flexible Arbeitszeitmodelle und attraktive Weiterbildungsangebote stärken. Für die Behörden wird es weiterhin wichtig sein, Prognosen über den Fachkräftebedarf in den Gesundheitsdisziplinen zu erstellen werden und entsprechende Bildungsprogramme zu fördern.

Der zweite Bereich, «Personal effizient einsetzen», konzentriert sich auf optimierte Prozesse und klare Verantwortlichkeiten. Hier kann der Einsatz digitaler Technologien zur verbesserten Kommunikation und Koordination zwischen Teams oder die Implementierung von interdisziplinären Teams den effizienten Einsatz von Gesundheitspersonal fördern. Behörden können dazu beitragen, indem sie die Kooperation zwischen Gesundheitseinrichtungen fördern und den Austausch von Best Practices unterstützen.

Der dritte Bereich, «Personal behalten», setzt auf die Bindung von Gesundheitspersonal durch Wertschätzung und Entwicklung. Hierzu können beispielsweise Karrierepfade und Mentoring-Programme implementiert oder Feedback-Kulturen gefördert werden. Behörden können Weiterbildungsprogramme unterstützen und gezielte Förderprogramme für den Gesundheitssektor initiieren.


10 identifizierte Lösungsansätze

Der dreidimensionale Ansatz des PRMs bietet einen strukturierten Rahmen, um individuelle Strategien zur Bewältigung des Fachkräftemangels zu entwickeln. Durch die Kombination der 10 folgend aufgeführten Ansätze aus dem PRM und einer engen Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Behörden, kann eine nachhaltige Lösung unterstützt werden:

1. Transparenz und Steuerung

2. Strategieentwicklung / Finanzen

3. Bildungspolitik

4. Leadership

5. Prävention

6. Digitalisierung / AI

7. Berufsattraktivitätssteuerung

8. Prozessoptimierung

9. Skill-Grade-Mix

10. Rekrutierungsstrategie


Das PRM bietet jedoch nicht nur einen strategischen Rahmen, sondern auch 72 konkrete Empfehlungen, die auf die spezifischen Herausforderungen des Schweizer Gesundheitswesens zugeschnitten sind. Diese Empfehlungen sollten sowohl von Leistungserbringern als auch von Behörden berücksichtigt und umgesetzt werden, um dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken. Mehr Details zu diesen Empfehlungen finden Sie im ausführlichen Bericht (siehe Button oben).


Schlusswort

Das PRM stellt Massnahmen zur Anziehung, zum effizienten Einsatz und zur Bindung von Fachkräften übersichtlich dar und berücksichtigt den spezifischen Kontext der Schweiz. Durch eine kombinierte Anwendung der Empfehlungen kann der Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen nachhaltig angegangen und die Versorgungsqualität langfristig gesichert und verbessert werden.


Quellen

Gurschler F, Held F, Bannister P und Muller F. 10 Ansätze und 72 konkrete Ideen für Leistungserbringer und Behörden im Gesundheitswesen. Den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen lösen.





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